Montag, 2. Dezember 2013

...ich werde wach, weil's draussen dämmert...

...weil nebenan ein Radio hämmert, HR3 wünscht Guten Morgen... 

Weit weg - lange her (als die Roten noch keine Spiesser waren) und Musik noch von Hand gemacht wurde:

Bernies Autobahn Band (1978) 

(Lyrics below)



Ich werde wach, weil's draussen dämmert,weil nebenan ein Radio hämmert:
HR3 wünscht "guten Morgen"
Ein Baby brüllt im 3.Stock,  Frau Meier steht im Unterrock 
und erzählt: Ihr Stuhlgang macht ihr Sorgen...

Der Frühstückskaffee wird gemacht und abgeschluckt, es ist halb Acht
Türen knallen, jeder ist in Eile... 
Ich denke: Mensch, das darf nicht wahr sein, als ging es um das nackte Dasein, 
so rennen die und ich hab' Langeweile...

ich träum' von Düften unter Linden,schönen Mädchen, süssen Sünden, 
fremden Städten, Inseln in der Südsee... 
Plätzen wo es immer warm ist, wo jeder Reich und keiner Arm ist... 
dann merk ich, es ist Zeit, dass ich jetzt aufsteh' 

In diesem Land da schuftet jeder, wie ein Esel, wie ein Blöder,
Überstunden machen, das ist richtig. 
Vetternwirtschaft, protegieren, und an der richtigen Stelle schmieren, 
nur ja Karriere machen, das ist wichtig. 

Jeden Tag zur gleichen Stunde dreht mein Nachbar eine Runde, 
er und sein Hund vertreten sich die Beine... 
jeden Tag das gleiche Bellen da kannst Du Deine Uhr nach stellen... 
Du fragst Dich: wer hat wen hier an der Leine? 

Vor der "Chez Madame" Boutique steh'n ein paar Typen und machen Musik,
da will ich hin - DIE Jungs muss ich hören!
Eine Menge Leute stehn dabei, doch auf einmal kommt die Polizei,
und erzählt, es würde Ruh' und Ordnung stören!

Raus die Hippies, raus die Roten, Strassenmusik wird verboten, 
was laßt ihr Magistrate denn noch übrig? 
Lauter Streber, alle gleich, Magenkrank und ziemlich bleich, 
vor Arbeitseifer immer etwas fiebrig. 

So werd' ich wach, weil's draussen dämmert, weil nebenan ein Radio hämmert,
HR3 wünscht "guten Morgen"
ein Baby brüllt im 3. Stock, Frau Meyer steht im Unterrockund erzählt, 
ihr Wolfgang macht ihr Sorgen...

Freitag, 29. November 2013

Der Staat ist eine Institution des Diebstahls

 Klartext von Godfrey Bloom
("Politicians are smooth talking sociopaths")

Donnerstag, 7. November 2013

Kirchlicher Segen für Amateurkiller...

...Was sonst? Ist doch das selbst gottgefällige Bodenpersonal des Herrn mit der Wahrung seiner Schöpfungen ausgelastet...da bleibt kein Platz auf der Agenda für das Bewahren der Schöpfung...

Karikatur:  Bruno Haberzettl aus  “Brunos Jagdfieber”

Martinballuch über das Buch

Nachfolgend ein Auszug aus einem Interview mit Bruno Haberzettl anlässlich der Erscheinung von "Brunos Jagdfieber"

(...) Mit der herbstlichen Jagdsaison stehen auch die »Hubertusmessen« vor der Tür. In Wirklichkeit wird die Hubertuslegende in ihr Gegenteil verkehrt: Hubertus war ein wilder Jäger. Und als er eines Tages im Geweih eines Hirsches ein Kreuz sah und Christus sagen hörte: »Hubertus, warum jagst du mich?«, entsagte er fortan der Jagd.
Eigentlich müsste sich Hubertus ja bei jeder Hubertusmesse im Grab umdrehen. - Das wäre doch eine gute Karikatur, oder? Wie Hubertus im Grab rolliert?

Bruno Haberzettl: (lacht) Aber es ist schon interessant, dass gerade der, der die Abartigkeit erkennt und der Jagd abschwört, ihr Schutzpatron ist. Das ist schon sehr interessant! Aber ich glaube, sie identifizieren sich nur mit dem Hubertus der ersten Hälfte, der da herumknallt auf alles, was sich bewegt... Die zweite Hälfte der Geschichte wird einfach ausgeblendet...

Freiheit für Tiere: In der Hubertusmesse sagt der Pfarrer dann, der Jäger soll die Natur achten. Und sie achten ja das Tier, indem sie dem erschossenen Hirsch diesen Zweig als »letzten Bissen« ins Maul legen...

Bruno Haberzettl:
Ach ja, `tschuldigung, das wünscht sich ja jeder Hirsch und jedes Reh, dass es einmal im Leben so einen Zweig drinnen hat... (lacht)Die Hubertusmessen sind ein Paradoxon. Aber die Kirche und die Jäger - das passt eh alles gut zusammen...


Freiheit für Tiere: Die Priester segnen die Waffen, die Jäger, die Jagd - und damit dieses blutige Hobby, den Krieg gegen die Schöpfung. Und legitimieren dies alles damit...

Bruno Haberzettl:
Ich habe als Begleittext zu der Karikatur »Hubertusmesse« geschrieben: »‘Du sollst nicht töten’ - ‘Echte’ Christen wissen, dass dieses eine Gebot vom lieben Gott nicht so ernst gemeint ist.« Und daher sind die Jägersleut in der Kirch’ auch immer willkommen, weil sie für einen reich gedeckten Gabentisch sorgen...

Meine Mutter hat sich wegen dieser Karikaturen schon Sorgen gemacht, weil die Jäger so viel Macht haben und so vernetzt sind: »Da wirst du Schwierigkeiten kriegen«, sagt sie. - Damit rechne ich, und darauf habe ich es durchaus angelegt.
Aber es ist ja wirklich so: die Konzerne, die Kirche, die Richterschaft, die Industrie - das sind alles Jäger. Die fahren dann zum Schießen nach Afrika - leisten kann man sich’s ja und Spaß macht’s auch.(...)

Indes besitzen nicht wenige Hochwürden die Lizenz zum...oder lassen jagen...

Papst Ratzinger liess sich zu Weihnachten 2006 aus Bayern extra ein für ihn hingerichtetes Reh bringen. Barmherzigkeit mit den Tieren? Fehlanzeige!


(...) Dompfarrer Faber,  selbst Jäger,  zelebriert im Stefansdom Hubertusmessen, bei denen auch tote Hirsche in den Dom getragen wurden, segnet diejenigen, die Lust dabei empfinden, Wildtiere zu töten und  nimmt auf die Legende des heiligen Hubertus Rekurs. Er lernt daraus: „Der Mensch beugt sein Knie vor dem Wild, in dem er voller Ehrfurcht seinen Schöpfer erkennt“ – und schießt es über den Haufen.(...)

"Das Motiv der Legende ist keine Schöpfung aus früh-christlicher Zeit. Es kam als Wandermotiv aus dem indisch-buddhistischen Raum über Mesopotamien, Griechenland und Italien nach Westeuropa."
Gleichwohl: Sich für den Erhalt von Flora und Fauna einsetzen. Ehrfurcht und Achtung vor dem Leben – das ist es, wofür Hubertus stand und was er den Jägern als Botschaft hinterliess. (Zitat: Deutscher Jagdverband/Info für Jounalisten)

Hehre Worte des Hubertusordens: "Ehret den Schöpfer, indem ihr seine Geschöpfe ehret"
"Er versteht sich nicht als einer, der eingesetzt wurde als Ausbeuter und Ausplünderer der Erde, sondern als ihr Pächter und Bruder. (...)  der für etwas, was ihm geliehen worden ist, Rechenschaft ablegen muss.
Sankt Hubertus ist wirklich ein Schutzpatron. Er schützt den Menschen vor Selbstüberschätzung und Beziehungslosigkeit. Er lässt ihn darum bitten, dass sich der Herr, wie im Geweih des Hubertushirsches, schützend vor seine Schöpfung stellt."
"DEUM DILIGITE ANIMALIA DILIGENTES"


http://www.change.org/de/Petitionen/papst-franziskus-wir-protestieren-gegen-die-hubertusmessen-und-waffensegnungen

http://www.lorieesser.com/protest-hubertusmesse-dom-speyer/


Montag, 4. November 2013

Astro-Konstellationen im November

 

via2012sternenlichter:                                                              
Das Eis wird brüchig, auf dem das alte System gewandelt ist. Alles scheint wie immer, doch die trügerische Wärme dieses Monats läßt es hier und da knirschen. Besser, man bleibt am Ufer und schaut zu, was passiert.

Da die Eliten offenbar nicht kampflos aufgeben, werden sie womöglich zu einem großen Schlag ausholen. Es wäre typisch für die Endzeitstimmung, in der sie sich befinden. Denn im Anblick des kommen- den Zusammenbruchs ihres Werkes, auf das sie seit mindestens 200 Jahren hinarbeiten, werden sie nicht den Humor eines Anthony Quinn aufbringen, der dann einfach – tanzte (im unvergessenen Film 'Sirtaki'). Aufgrund ihrer zwanghaften Uneinsich- tigkeit werden sie vom Nero-Syndrom befallen sein, und versuchen im Angesicht ihres Scheiterns noch andere mit in den Abgrund zu ziehen. Doch auch das gelingt immer weniger.

In ihrer wohlvorbereiteten Show „Halloween on Ice“ treten sie zur Kür an. Ihre Masken werden durchsichtig, sodaß ihre wahren Absichten zutage treten. Sie wirken komisch dort, wie das Drama heraufbeschwörende Clowns, und sie merken nicht, daß es ihr eigenes Drama ist, das sie unter dem dünnen Eis entfesselt haben.(...)



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2012sternenlichter.blogspot.de/2013/10/die-sonnenfinsternis-am-3-november